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Wie soll ich zeigen was ich fühle, wenn ich es selbst nicht verstehe?

06.04.2010

 Am Ende bleibt ja doch nur immer wieder die selbe Frage.

Eigentlich ist es doch ganz einfach.. Man verliebt sich, schleicht einige Zeit um den anderen herum: Hier eine flüchtige Berührung, da ein kurzer Blick, Gedanken rasen "denkt er/sie gerade das selbe wie ich"? ; "soll ich es wagen den nächsten Schritt zu machen oder verbau ich mir durch meine Eile nur alles"?  Und dann der Moment in dem einfach beide merken "alles ist klar" man küsst sich, vergisst die Welt und könnte so glücklich sein. Herrlich wenn das Leben so einfach ist. Herrlich wenn von dem Moment an alles klar ist und man fortan allen Gefahren und Gemeinheiten des Lebens gemeinsam trotzt.

Herrlich! Wenn es denn so laufen würde. Wenn denn am Ende der Prinz immer die Prinzessin bekäme und sie gemeinsam dem Sonnenuntergang entgegenreiten würden während der böse Zauberer auf Ewig sein Leben als verwunschene Laune der Natur in Gestalt irgendeines Esels, Ochsen, Schweines oder Kröte fristet. Und wer nun aufhört daran zu glauben , für den ist das Leben doch so gut wie gelaufen. Alles nur immer weiter in determinierendem Realismus ersticken und dabei der Gefahr erliegen sich den Weg selbst zu verbauen nur weil man sich weigert das Glück was man vielleicht hatte , genau diesen Menschen - diesen Prinzen zu finden, auch als solches zu identifizieren... das bringt nun auch wirklich nichts. 

Also wenn wir doch wissen dass es der falsche Weg ist ständig an allem zweifeln zu müssen und in jedem Fetzen Glück den perfiden Verusuch zu sehen reingelegt zu werden.. warum kann unsere Prinzessin dann nicht einfach zu dem Prinzen aufs Pferd springen und mit ihm entschwinden?

Lässt sich diese Frage jetzt wirklich mit dem alten Vortrag darüber beantworten dass wir durch die berühmten Verfehlungen unserer Ex Partner so ängstlich sind wieder verletzt zu werden und uns daher nicht auf etwas neues einlassen wollen? Kann ich es mir wirklich so leicht machen und einfach wieder John die Schuld an allem geben? John hat mich belogen und betrogen und daher bin ich nicht in der Lage einen anderen Mann an mich heran zu lassen? Oder ist es vielmehr so dass ich keinen anderen Mann in meiner Nähe haben will weil der Platz an meiner Seite insgeheim doch immernoch John gehört? 

Ich glaube weder Variante 1 noch Variante 2 liefert die richtige Erklärung für das Verhalten unserer werten Prinzessin.

Natürlich bin ich nach wie vor verletzt von diesen ganzen Lügen die ich in den letzten 4 Jahren ertragen musste. Natürlich habe ich John noch immer gern.. Aber das alles sind konstante Gefühle.. Zustände eben, darin gibt es keine Schwankungen. Meine Gefühle  John gegenüber sind von Tag zu Tag weniger geworden, die Gefühle für Sam hingegen steigen von Treffen zu Treffen an und auch über die Lügen und die Verletzungen die die Beziehung mit John nach sich gezogen hat werden mit der Zeit verheilen. Mein Problem ist nicht, dass ich STÄNDIG ein komisches Gefühl habe. Im Gegenteil. Die meiste Zeit fühlt sich doch alles so richtig an. Ist Sam nicht da, denk ich an ihn, bin ich bei John zu Besuch, fehlt Sam mir schrecklich. Und die meisten Stunden die ich mit ihm verbringe sind wunderbar. Nein , nicht die meisten.. eigentlich alle. Ja eigentlich ist es immer wunderschön wenn er da ist. Aber so schön es auch sein mag, es ist dieses merkwürdige Gefühl was hin und wieder in mir hochsteigt. 

Das schlimme ist. Es kündigt sich nicht an wie die Flut die langsam , Zentimeter um Zentimeter Richtung Strand wandert, erst die Zehenspitzen ganz langsam umspielt um dann die Füße , die Waden, die Beine zu bedecken. Es ist mehr wie ein plötzlicher Sturm. Ein Platzregen wenn man so mag. In dem einem Moment will ich nie wieder weg und im nächsten Moment verspüre ich nichts als eine schreckliche Panik, es fehlt die Luft zum atmen und ich habe das Gefühl wenn ich jetzt nicht los laufe werde ich elendig ertrinken. Und noch während ich das denke , merke ich wie falsch diese Gefühle gerade sind. 

Versteht mich nicht falsch. Ich zweifel deshalb nicht an meinen Gefühlen oder an meiner Entscheidung. Genau so ging es mir doch damals mit John auch. Auf einmal war dieser Mann da, der mir alles das gegeben hat wonach ich mich so gesehnt habe und von dem ich mir so sicher war dass das garnicht schiefgehen kann und trotzdem habe ich immer wieder in solchen Momenten mit aller Macht versucht ihn von mir weg zu stoßen. Unsere Prinzessin scheint wohl ziemlich shizophren zu sein. Ich wünschte ich könnte nach all meinen Gedanken und nach den vielen Worten nun mit meiner üblichen Schlussfolgerung auftrumpfen und erklären warum es so ist wie es ist. Vielleicht könnte ich es auf meiner schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit schieben, sagen dass ich generell ein Problem mit Nähe zu Männern habe nachdem diese mir ein ums andere mal von diversen Subjekten aufgezwungen wurde. Es wäre sicher leicht sich in irgendeine konstruierte Erklärung für mein Verhalten zu flüchten. Aber in Wahrheit.. weis ich es nicht. 

Und wie soll ich etwas begründen oder Jemandem zeigen was ich fühle, wenn ich es selbst nicht verstehe?

Alles was ich weis ist: Ich bereue nichts mit ihm. Und wenn ich diesen Satz so sehe dann denke ich mir doch schon wieder.. eigentlich weis ich mehr als genug.

7.4.10 00:29
 


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