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ein Augenblick im Regen..

10.06.2010

 Das Leben geht doch manchmal merkwürdige Wege.. Um euch das leidige Ende eine leidigen Geschichte zu ersparen belasse ich es wohl besser bei den Worten "Es ist vorbei und es war ein Fehler".

Ich gehöre einfach nicht in diese Welt voller kleiner Häuser mit weißen Gartenzäunen und Bausparverträgen.. Das paradoxe ist: All die Jahre die ich mit John verbracht habe, habe ich doch genau das gedacht. Ich dachte immer dass wir wie Feuer und Wasser sind.. Er der Chaot und ich der ruhende Pol aus einer völlig fremden Galaxie der die Gradwanderung zwischen dem totalen Chaos und der behüteten Mittelschichtwelt versucht.. Und dabei habe ich gar nicht gemerkt dass ich längst Teil davon bin. All die Jahre die ich kritisiert habe dass er mich nicht an seinem Leben, eben seiner Welt teilhaben lässt und dann wache ich aus meinem Traum auf und stelle fest dass ich mich längst mitten drin  befinde.

Keine Frage.. es war nett mit "Ihm".. Sam war liebevoll, zuvorkommend, solide.. er hat mich auf Händen getragen und wir hätten mit Sicherheit den schönsten weißen Gartenzaun weit und breit gehabt aber mit jedem Tag habe ich gemerkt wie ein Stück von der Person die ich die letzten Jahre über geworden bin gestorben ist. Ich will leben. Ich will tanzen , ich will lachen und das machen wonach mir ist ohne ständig bedacht zu sein wer was denkt oder ob es nun besonders vernünftig ist was ich tue.. Versteht mich nicht falsch.. nichts gegen einen hübschen Gartenzaun und eine Hängematte im Garten.. aber das alles hat doch noch so viel Zeit!! Ich merke schon.. ich habe es mal wieder nicht bei "Es ist vorbei" belassen können..

Aber dieser eine Abend.. Sam und ich hatten uns gestritten.. eben weil ich kein Besitz bin.. ich möchte nicht wieder in einem Käfig sitzen und verhätschelt werden.. Abgeschotten von der grauen Welt da draußen.. ich will mitten drin sein! Und das konnte er einfach nicht verstehen..

Und dann war John da.. nur er und ich.. ein bisschen Wein.. meine Eltern waren nicht da und ich sollte auf den Hund aufpassen.. Ich hatte schon die Befürchtung dass der Abend mal wieder mehr als schleppend laufen würde aber.. mag sein dass es am Alkohol lag aber auf einmal war sie wieder da diese Spannung.. dieses Gefühl dass es nichts Falsches auf der Welt gibt, dass ich nur leben kann wenn ich in seinen Armen liege.. Und ich habe es einfach passieren lassen.. habe die ganzen letzten Monate des Kampfes, der Abwehr aufgegeben und mich das erste mal seit langem wieder lebendig gefühlt. Spätestens da war mir klar dass das Kapitel John noch lange nicht zu Ende geschrieben ist.. Man kann nicht entkommen wenn in jedem Winkel seines Ichs zahlreiche Wachen lauern die einen sofort wieder einfangen wenn man es versucht..

Also auf ein neues John.. 

Klar fragt ihr euch nun: Ist es besser geworden? Leidet sie schon wieder oder gibt er ihr eine Schonfrist??

Die Antwort? Ganz klar.. Er ist der alte geblieben.. In diesen paar wenigen Wochen flossen schon wieder viele Tränen und mein Stolz hat sich schon lange wieder aus dem Staub gemacht.. Einmal habe ich ihn mit einer anderen gesehen..

Klar, "Wir" haben beschlossen das sei ok.. Wir.. das heißt ich war einverstanden.. ich bin einverstanden. so viel also zu besagtem Stolz..

Vielleicht habe ich auch einfach nur resigniert.. aufgegeben.. ihn..die Beziehung.. in erster Linie aber micht selbst..

Und zwischen all dieser Resignation und dem stillen vor sich hin leiden, in der Annahme dass man zu schwach ist um dem jemals zu entfliehen, da steht auf einmal "er".

Ich war letztes Wochenende bei Rock am Ring.. hatte nur mäßig Lust.. das Line up versprach nicht viel und dann auch noch mit meinem Arbeitskollegen und seinem 16 Jährigen Sohn zusammen.. klingt nach wenig Spaß.. 

Und dann steht er da.. Abends, bei Kiss.. und macht ganz ungeniert immer weiter Fotos von meiner Freundin und mir.. Wir sind gut gelaunt, lachen, lassen die Jungs machen.. er spricht mich an.. 

"wo campt ihr denn?"

"A5"

"Wirklich?? wir auch! dann kommt doch später noch vorbei, dann können wir noch ne Runde nageln"

"Nageln?????"

"Ja.. keine Angst ist nichts anzügliches.. ist ein Trinkspiel"

An diesem Abend gingen wir nichtmehr zu ihnen aber auch wenn es sonst gar nicht meine Art ist habe ich ihn sofort nach seiner Nummer gefragt "falls wir doch noch vorbei kommen wollen"

Am Morgen habe ich ihm gleich eine SMS geschrieben dass wir es nichtmehr geschafft haben.. es folgte prompt eine neue Einladung.. Am Abend haben wir ihn wieder auf dem Festivalgelände getroffen.. bei Jan Delay.. man sah ihm an wie wenig Lust er darauf hatte aber er blieb dennoch bei uns.. und als das Konzert zu Ende war und meine Freundin sich verabschiedete ging ich noch mit zu seinem Camp.. wir haben so wahnsinnig viel gelacht und natürlich genagelt als ich mich gegen morgen verabschiedete schaute er mich an und fragte fast kindlich schüchtern ob er mich zumindest einmal kurz drücken dürfe.. scheiße natürlich darf er das! Nachdem er den ganzen Abend neben mir auf dem Sofa saß.. er und ich unsere Hände brav bei uns selbst im Schoß.. wie 2 schüchterne Schulkinder..

Ich konnte es kaum abwarten ihn wieder zu sehen.. zahlreiche SMS am Samstag vergingen bevor ich meine Freundin dazu bringen konnte ihn und seine Freunde im Partyzelt zu treffen.. Wir haben die ganze Nacht getanzt.. und dumm wie ich bin habe ich natürlich jeden Versuch mit mir zu tanzen von ihm ignoriert.. Ich war wohl einfach zu verwirrt von diesem völlig fremden Kerl der mir spätestens seit dem Abend nichtmehr aus dem Kopf gehen wollte..

Gegen Morgen haben wir uns verabschiedet.. schweren Herzens bin ich runter zu unserem Zelt gewandert.. eine gute Nacht SMS.. und voller Hoffnung dass ich ihn wiedersehen darf..

Als endlich der nächste Abend anbrach und wir zusammen richtung Gelände gingen setzte bei Rise against dann der Regen ein.. wir kauerten uns gemeinsam unter meinen Schirm auf den Asphalt.. ich kann euch nicht sagen über was wir geredet haben aber es war als ob sein Blick bis tief in mein Herz ging.. ich habe mich gefühlt als sei ich ein offenes Buch und als müsse ich mich krampfhaft bedecken damit er mir nicht mitten in die Seele schaut.. 

Aber wie das Leben so spielt, irgendwann kam der große Abschied..

"bis nächstes Jahr"..

"Ja.. bis nächstes Jahr.." 

Natürlich schickte ich ihm noch eine SMS dass ich es sehr sehr schön fand.. aber schon am nächsten Tag teilte er mir mit dass er leider eine Freundin habe.. Wir haben noch Kontakt (zumindest hoffe ich das, habe auf meine Mail von gestern noch keine Antwort aber immerhin hatte er sich gemeldet und meinte er würde sich freuen wenn ich schreiben würde..) aber es bleibt wohl einfach bei einer fixen Idee .. und ich bei John.. 

- Zumindest verdanke ich dir dass ich seit dem Moment unter meinem Regenschirm keine Sekunde mehr mit den quälenden Gedanken an John verbringen musste.. und allein dafür werde ich dir noch sehr lange dankbar sein..

 

10.6.10 23:35


Wie soll ich zeigen was ich fühle, wenn ich es selbst nicht verstehe?

06.04.2010

 Am Ende bleibt ja doch nur immer wieder die selbe Frage.

Eigentlich ist es doch ganz einfach.. Man verliebt sich, schleicht einige Zeit um den anderen herum: Hier eine flüchtige Berührung, da ein kurzer Blick, Gedanken rasen "denkt er/sie gerade das selbe wie ich"? ; "soll ich es wagen den nächsten Schritt zu machen oder verbau ich mir durch meine Eile nur alles"?  Und dann der Moment in dem einfach beide merken "alles ist klar" man küsst sich, vergisst die Welt und könnte so glücklich sein. Herrlich wenn das Leben so einfach ist. Herrlich wenn von dem Moment an alles klar ist und man fortan allen Gefahren und Gemeinheiten des Lebens gemeinsam trotzt.

Herrlich! Wenn es denn so laufen würde. Wenn denn am Ende der Prinz immer die Prinzessin bekäme und sie gemeinsam dem Sonnenuntergang entgegenreiten würden während der böse Zauberer auf Ewig sein Leben als verwunschene Laune der Natur in Gestalt irgendeines Esels, Ochsen, Schweines oder Kröte fristet. Und wer nun aufhört daran zu glauben , für den ist das Leben doch so gut wie gelaufen. Alles nur immer weiter in determinierendem Realismus ersticken und dabei der Gefahr erliegen sich den Weg selbst zu verbauen nur weil man sich weigert das Glück was man vielleicht hatte , genau diesen Menschen - diesen Prinzen zu finden, auch als solches zu identifizieren... das bringt nun auch wirklich nichts. 

Also wenn wir doch wissen dass es der falsche Weg ist ständig an allem zweifeln zu müssen und in jedem Fetzen Glück den perfiden Verusuch zu sehen reingelegt zu werden.. warum kann unsere Prinzessin dann nicht einfach zu dem Prinzen aufs Pferd springen und mit ihm entschwinden?

Lässt sich diese Frage jetzt wirklich mit dem alten Vortrag darüber beantworten dass wir durch die berühmten Verfehlungen unserer Ex Partner so ängstlich sind wieder verletzt zu werden und uns daher nicht auf etwas neues einlassen wollen? Kann ich es mir wirklich so leicht machen und einfach wieder John die Schuld an allem geben? John hat mich belogen und betrogen und daher bin ich nicht in der Lage einen anderen Mann an mich heran zu lassen? Oder ist es vielmehr so dass ich keinen anderen Mann in meiner Nähe haben will weil der Platz an meiner Seite insgeheim doch immernoch John gehört? 

Ich glaube weder Variante 1 noch Variante 2 liefert die richtige Erklärung für das Verhalten unserer werten Prinzessin.

Natürlich bin ich nach wie vor verletzt von diesen ganzen Lügen die ich in den letzten 4 Jahren ertragen musste. Natürlich habe ich John noch immer gern.. Aber das alles sind konstante Gefühle.. Zustände eben, darin gibt es keine Schwankungen. Meine Gefühle  John gegenüber sind von Tag zu Tag weniger geworden, die Gefühle für Sam hingegen steigen von Treffen zu Treffen an und auch über die Lügen und die Verletzungen die die Beziehung mit John nach sich gezogen hat werden mit der Zeit verheilen. Mein Problem ist nicht, dass ich STÄNDIG ein komisches Gefühl habe. Im Gegenteil. Die meiste Zeit fühlt sich doch alles so richtig an. Ist Sam nicht da, denk ich an ihn, bin ich bei John zu Besuch, fehlt Sam mir schrecklich. Und die meisten Stunden die ich mit ihm verbringe sind wunderbar. Nein , nicht die meisten.. eigentlich alle. Ja eigentlich ist es immer wunderschön wenn er da ist. Aber so schön es auch sein mag, es ist dieses merkwürdige Gefühl was hin und wieder in mir hochsteigt. 

Das schlimme ist. Es kündigt sich nicht an wie die Flut die langsam , Zentimeter um Zentimeter Richtung Strand wandert, erst die Zehenspitzen ganz langsam umspielt um dann die Füße , die Waden, die Beine zu bedecken. Es ist mehr wie ein plötzlicher Sturm. Ein Platzregen wenn man so mag. In dem einem Moment will ich nie wieder weg und im nächsten Moment verspüre ich nichts als eine schreckliche Panik, es fehlt die Luft zum atmen und ich habe das Gefühl wenn ich jetzt nicht los laufe werde ich elendig ertrinken. Und noch während ich das denke , merke ich wie falsch diese Gefühle gerade sind. 

Versteht mich nicht falsch. Ich zweifel deshalb nicht an meinen Gefühlen oder an meiner Entscheidung. Genau so ging es mir doch damals mit John auch. Auf einmal war dieser Mann da, der mir alles das gegeben hat wonach ich mich so gesehnt habe und von dem ich mir so sicher war dass das garnicht schiefgehen kann und trotzdem habe ich immer wieder in solchen Momenten mit aller Macht versucht ihn von mir weg zu stoßen. Unsere Prinzessin scheint wohl ziemlich shizophren zu sein. Ich wünschte ich könnte nach all meinen Gedanken und nach den vielen Worten nun mit meiner üblichen Schlussfolgerung auftrumpfen und erklären warum es so ist wie es ist. Vielleicht könnte ich es auf meiner schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit schieben, sagen dass ich generell ein Problem mit Nähe zu Männern habe nachdem diese mir ein ums andere mal von diversen Subjekten aufgezwungen wurde. Es wäre sicher leicht sich in irgendeine konstruierte Erklärung für mein Verhalten zu flüchten. Aber in Wahrheit.. weis ich es nicht. 

Und wie soll ich etwas begründen oder Jemandem zeigen was ich fühle, wenn ich es selbst nicht verstehe?

Alles was ich weis ist: Ich bereue nichts mit ihm. Und wenn ich diesen Satz so sehe dann denke ich mir doch schon wieder.. eigentlich weis ich mehr als genug.

7.4.10 00:29


Stärke.

23.03.2010

 

Wenn man mich fragen würde wie "mein Mann" sein müsste, dann hätte ich vermutlich angefangen zu erzählen wie wichtig es ist sich geborgen zu fühlen, dass ich einen Mann brauche der mir das Gefühl gibt "beschützt" zu sein. Einen starken, männlichen eben, ganz in der "Schau mir in die Augen Kleines" Tradition.

Und eigentlich war John immer so Jemand für mich.. Ich dachte immer dass er mich leitet, er immer weis was zu tun ist und dass ich zu ihm aufblicken kann. Diese Momente wenn ich in seinen Armen lag und ich das Gefühl hatte dass selbst wenn die Welt jetzt untergehen würde, mir dort , in seinen Armen nichts passieren könnte.

Ich war Sonntag Abend bei ihm. Eigentlich hatte ich nicht wirklich Lust zu ihm zu fahren aber ich hatte Angst davor dass er wieder böse wird wenn ich nicht komme. Es ist verrückt.. wir sind nichtmehr zusammen und trotzdem habe ich das Gefühl dass er darüber entscheidet ob es mir gut geht nicht. Er hat meine Gefühlswelt nach wie vor in der Hand.. er muss nur zudrücken und ich merke wie ich keine Luft mehr bekomme.

Natürlich hat er wieder versucht sich mir zu nähern.. Und ich kann nicht leugnen dass es mir so gut tat.. so verboten gut. Er ist so stark und auf einmal war da wieder dieses trügerische Bonnie und Clyde Gefühl und es war egal ob er mir nicht gut tut, ob er mich langsam zu Grunde richtet. Lieber in seinen Armen sterben als ohne ihn zu leben.. Aber ich war stark. Ich habe ihm gesagt dass ich das nicht kann..

"John ich kann das so nicht"

"Wieso?"

Ich wusste nicht wie ich ihm das erklären soll.. ich habe ihm noch nichts von "Ihm" erzählt und habe es auch nicht vor.. nicht in so einer Situation.. dafür würde er mich hassen.. 

"Nicht "ohne" eben.. dabei habe ich kein gutes Gefühl mehr"

"Aber ich habe seit dem wirklich mit keiner anderen geschlafen oder so.. und ich würde dir das schon sagen, erst Recht wo du extra deswegen nen HIV Test gemacht hast"

"Ja John.. Aber, sei mir nicht böse nur.. ich glaube dir einfach nicht mehr alles.. das kann ich nicht"

Er hat mich in den Arm genommen und das Thema war erledigt.. Ich Weis ich hätte ihm einfach die Wahrheit sagen sollen.. Aber ich habe so schreckliche Angst davor.. Angst davor dass er mich dann mit seiner Verachtung erstickt.

Seit dem.. Ich denke wieder oft an ihn.., zu oft. Es ist doch immer wieder das Selbe.. Alles ist gut, ich fühle mich wohl und geborgen und kaum sehe ich John wieder , geht er mir nichtmehr aus dem Kopf.. sein Geruch, sein Körper.. Und doch. Ich bin mir sicher.. Es ist richtig so. Ich muss ihn vergessen.. es ist nicht John der diese Gefühle in mir auslöst sondern das trügerische Bild dass sich von ihm in meinem Kopf und Herz manifestiert hat. Ein Bild von Jemand der nicht mehr existiert und vermutlich niemals existiert hat. 

Es ist doch so.. all diese Stärke die ich mir so sehr an einem Mann wünsche zeichnet sich nicht dadurch aus dass es ihm gelingt alle Menschen in seiner Umgebung zu blenden. Es ist doch viel mehr als das "in den Arm" nehmen. Wieso fühle ich mich denn so sicher bei John wenn er mich sobald es schwierig wird fallen lässt? Wenn ich mich mit meinen Problemen ganz alleine auseinander setzen muss? Ich habe früher mal gesagt dass ich John dafür liebe dass wir zusammen gegen den Rest der Welt kämpfen. Aber so ist es nicht. Ich musste doch eigentlich immer meinen eigenen Kampf kämpfen. 

Jetzt ist da dieser neue Mann.. Er ist nicht so stark und autoritär wie John. Bei weitem nicht. Aber er ist real. Wir haben uns am Freitag gestritten. Das leidige Thema. Ich saß bei ihm auf der Couch und habe mich mal wieder so unglaublich Unwohl in meiner Haut gefühlt. Überall Fett Fett Fett und er daneben so dünn und zerbrechlich. Ich hätte nur heulen können und anstatt ihm das nett zu erklären zerstöre ich natürlich mal lieber alles.. Er hat mich dann nach Hause gefahren, geweint.. er war so lieb und trotzdem habe ich nur da gesessen und geschwiegen. Ich hätte nur ein Wort sagen müssen und die Welt wäre wieder in Ordnung gewesen aber ich konnte nicht. Da war einfach diese schreckliche Person die von meinem Körper Besitz ergriffen hat. Selbst auf seine SMS später konnte ich lange gar nicht antworten.. Ich habe den ganzen Abend runiniert. Habe dafür gesorgt dass er weint, dass es ihm scheiße geht und jede Hand die er mir gereicht hat weggeschlagen. Natürlich tat mir das Leid. nicht erst am nächsten Tag, nein eigentlich schon während ich das alles getan habe.

Am Samstag haben wir darüber geredet. ich habe ihm gesagt dass ich immer alles kaputtmachen muss.. das es leichter ist alles zu zerstören und mich dadurch zu schützen als mich den Problemen zu stellen und dass ich sowas vermutlich immer wieder machen werde. Seine Antwort SMS:

"Natürlich ist die Situation ziemlich kompliziert,aber das hält mich nicht davon ab mich den Dingen zu stellen!"

und:

"Ja, natürlich sollte es nicht so kompliziert sein.. Und das es alles momentan nicht so läuft, wie wir beide uns das vielleicht vorgestellt haben ist auch völlig klar- aber mir ist das relativ egal. Ich mag dich trotzdem sehr! Wenn du das alles hier nicht möchtest dann sags' einfach aber ansonsten werden wir das auch schon irgendwie hinbekommen!"

Und eines ist doch nun klar.. nicht er ist schwach.. ich bin es! Er gibt sich so unendliche Mühe.. Als wir eigentlich ins Kino wollten und er gemerkt hat dass ich nicht wirklich Lust habe stieg ich zu ihm ins Auto und er sagte nur

"also was jetzt.. Kino? oder Starlight Express?" 

Wir hatten einen so wunderschönen Abend.. er ist toll.. er ist stark. Er hat vielleicht nicht so eine starke Ausstrahlung wie John aber er wird mich nie alleine lassen. 

 

23.3.10 12:01


Ein Lebenszeichen, eine Einsicht und die alte Traurigkeit.

19.03.2010

 

So lange ist es jetzt doch schon her dass ich mich hier zu Wort gemeldet habe weil ich den Eindruck habe dort draußen nur von Gehörlosen umgeben zu sein.

Ich könnte euch jetzt erzählen was sich alles getan hat.. davon dass John mit seinem Freund zusammen gezogen ist, wie alles den Bach runter ging in einer Welt die so dürre und öde mit Gefühl besäht war dass ich es Jahre lang nicht wahrhaben wollte. Wie ich den Mut gefunden habe mich von ihm zu trennen , wie er mir endlich gestand (so weit wie ein Feigling es eben kann) dass er mich immer und immer wieder betrogen hat.. Wie ich Jemanden kennengelernt habe , Jemand gutes, Jemand der das Potential gehabt hätte mich aus dieser traurigen Lethargie zu befreien , Jemand der tatsächlich an das Gute in mir glaubt und sich nicht scheut zu versuchen Selbiges aus mir raus zu holen.. Jemand der eben "hätte"... Ein Happy End ist nicht in Sicht. Nein, stop. Ein Happy End hätte in Sicht sein können, wenn auch nur fern am Horizont.. man hätte ein enormes Teleskop gebraucht weil es mit bloßem Auge nicht zu erkennen war. Und dennoch - es war da. Deutlich genug um eine Spur von Hoffnung zu sähen. Das Gefühl herauf zu beschwören dass man selbst doch nicht die berühmte paradiesische Verfehlung war. Eine Stimme die sich meldet und sagt "du bist Opfer - nicht Täter" ; "du warst zur falschen Zeit am falschen Ort".. du bist in die bösen Fängen der gemeinen Schlange geraten welche dich so manipuliert hat dass du schließlich gescheitert und aus dem Paradies verbannt worden bist.

All das hätte ich euch jetzt erzählen können. Wie mein Adam und ich die Schlange zur Strecke bringen und auf Ewig im Paradies leben.. Tja aber ich muss enttäuschen: Dies soll heute nicht der Kern meines Eintrags sein.

Denn ich habe es mal wieder vermasselt. Die Schlange hat mir solange ihre falschen Ratschläge und Weissagungen zugezischt bis ich wieder blind auf sie gehört habe. Der innere Drang zu leiden, mich zu Grunde zu richten und alles Gute aus meinem Leben zu bannen ist einfach zu stark. Ich sitze daneben und höre eine Person die von meinem Körper besitz ergriffen hat Dinge sagen, und sehe sie Sachen tun und ich sitze still daneben, will schreien, will seinen Blick von ihr weg auf mich selbst lenken und bleibe doch stumm während ich merke wie sie mir bei all ihrem bösen Treiben auch noch hämisch zu grinst. 

Diesmal ist die Schlange die mich verführt hat nicht John. Sondern ich Selbst war es. Ich selbst bin es vermutlich immer gewesen. Wie soll man mich denn auch lieben wenn ich jeden Anflug von Glück und Gefühl sofort im Keim ersticken muss??

Wie kann ich von einem Mann erwarten dieses Wesen zu bekämpfen und das kleine Mädchen zu befreien was tief im Inneren steckt wenn ich selbst nur stumm dabei sitze und anstatt jetzt endlich auf seine SMS zu antworten hier sitze und der Welt mein Leid klage.. Jedem der es hören will, der ganzen Welt zugänglich - nur für den einen der es hören sollte vermutlich unerreichbar.. 

 

19.3.10 23:51


~Wer an die Freiheit des Menschlichen Willens glaubt hat nie geliebt und nie gehasst~

02.05.2009

Jetzt bin ich schon wieder so lange nicht dazu gekommen zu schreiben.. Dabei gibt es so viel was passiert ist und was ich erzählen müsste..

Ich fange einfach einmal an..

Vor einigen Wochen war ich mit Michael in Köln.. Wir haben einige Freunde getroffen , waren etwas trinken , das ganze Programm eben.. Michael hat wohl ein Mädel kennengelernt und da ich sie auf Grund einiger Umstände die ich noch genauer schildern werde nicht mag nennen wir sie einfach mal "Missy".

 Missy kam an diesen Abend jedenfalls auch nach und als ich sie zusammen mit Michael vom Bahnhof abgeholt habe war klat dass sie mich nicht mögen würde. Sie hat mich total böse angeschaut und den ganzen Weg in die Bar keinen Ton gesagt. Ich wollte natürlich nicht dass sie mich wieder so scheiße findet wie Michales Ex weswegen ich ja bekanntlich genug Stress hatte und habe mich deshalb zu ihr gesetzt um mit ihr zu quatschen.. nach langer langer Zeit glaube ich war ich ihr auch relativ sympathisch.. (ich hatte auch oft genug betont dass ich ja einen Freund habe).

Naja den guten Start habe ich dann wieder damit ruiniert dass ich auf ihre Aussage

"ich fahre ja auch zu Rock am Ring, der Michael ist ja auch da"

erwiedert habe :

"ich weis, ich fahre mit ihm zusammen da hin"

Ich gebe zu, nicht unbedingt clever von mir aber ich war eben nunmal auch betrunken und es ist mir so herausgerutscht.

Naja 1-2 Wochen später war ich dann wieder mit Michael feiern und wir haben sie zufällig in einem Club getroffen. Sie hat mich sofort wahnsinnig freundlich begrüßt und meinte wie süß ich wäre und so nen Kram.. vermutlich wollte sie signalisieren wie gern sie mich hat weil sie verstanden hat dass ich nunmal Michaels beste Freundin bin und ich damit auch irgendwie zu seinem Leben dazu gehöre. Naja wir haben getanzt, viel geredet.. und irgendwann saßen wir draußen.. sie hat mit irgendeinem Typen geredet und ich mit Michael.. Nebenbei habe ich so halb gehört wie der Kerl zu ihr irgendwas sagte in Richtung

"die zwei da haben sich aber auch echt gern ne?" - er meinte Michael und mich..

Ich glaube das hat irgendwas in ihr ausgelöst denn seit dem war sie total sauer.. als Michael kurz weg war kam Missy tatsächlich zu mir und meinte

Missy: "So , du gehst dann jetzt!"

Ich: "ehm nein, wieso???? ist doch noch voll früh"

Missy: "Ja aber du kannst jetzt gehen, die 7 fährt doch durch die kannste nehmen!"

 Ich fand das so unverschämt von ihr! Ich meine natürlich kann ich sie verstehen, ich wäre an ihrer Stelle wohl genau so eifersüchtig auf mich aber 1. ist sie nichtmal mit Michael zusammen 2. war ICH an diesem Abend nunmal mit ihm verabredet und nicht sie und 3. Bin ich trotz der ganze schweren Umstände eben seine beste Freudin und ich finde dass sollte sie zumindest respektieren..

Jedenfalls war sie seit dem bei mir völlig untendurch (nicht dass ich ihre stalkingattacken von 5 Nachrichten tägl. bei studi.vz die sie ihm geschickt hat nicht schon gruselig genug gefunden hätte)

Naja Als wir dann die Woche drauf wieder weg waren und sie wieder da war ist sie in die Vollen gegangen.. an dem Abend im Club habe ich Michael nicht 5 Minuten gesehen weil sie penetrant versucht hat ihn von mir fern zu halten.. als wir einmal kurz draußen waren hat sie ihn sogar angerufen wo er wäre und dass er wieder kommen soll (wohl gemerkt wieder war ICH mit ihm verabredet nicht sie.. ja ich hab ihm sogar vorher noch ne mail geschickt dass wenn er sich lieber mit ihr treffen wolle wir das verschieben können aber er wollte nicht).

Naja kaum hatte er sich mal zu mir gesetzt kam ihr Ex und hat ihn wieder weggeholt - er solle mit Missy reden.. nachdem dann nach und nach alle gegangen waren bin ich zu den beiden weil ich auch keine Lust hatte da alleine zu sitzen. Und Missy hatte ihn wohl endlich so weit das er sagte er wolle sie jetzt nach Hause bringen damit sie nicht so alleine durch die böse Nacht laufen müsse. Das war für mich der Punkt wo ich richtig sauer war. Ich meine ich war mit ihm dort , dann geh ich davon aus dass er mich heim bringt.. ich meine ich muss doch sonst genau so allein durch die Nacht laufen und er weis ganz genau wie viel Angst ich nach allem was mit wiederfahren ist davor habe.. ich habe dann nur gesagt 

"mach was du meinst" 

und bin gegangen..Er ist mir daraufhin nach und hat ganz Köln zusammengeschrien dass er mich lieben würde.. er hat immer weiter irgendwo gegen getreten, fast schon randaliert.. 

Aber was soll ich denn tun.. Klar gibt es Momente in denen ich mir mehr vorstellen kann.. das habe ich ihm leider auch gesagt (ich weis jetzt dass es ein Fehler war das auszusprechen aber ich habe es da für das Richtige gehalten..)  Aber ich möchte nicht mit ihm zuammen sein.. ich habe versucht ihm klarzumachen dass er es viellecht einfach mit Missy oder so versuchen sollte , dass ich ihm dabei im Weg stehe weil solange ich da bin er keine andere Frau WIRKLICH an sich heranlässt.. aber er meinte ich wäre gefühlskalt und das könnte er nicht.. ich weis nicht was ich tun soll.. ich möchte nicht gehen, aus seinem Leben verscwinden damit er mich vergisst.. dafür ist er ein zu wichtiger Teil meines Lebens.. aber ich möchte ihn auch nicht so leiden sehen..

2.5.09 01:34


11.3.09 15:21


Selbsthass.

08.03.2009

Gestern habe ich mich die ganze Zeit darauf gefreut abends wegzugehen.. es hat mich zwar echt überwindung gekostet mich mit meinem Körper vor die Tür zu wagen aber ich wollte unbedingt feiern gehen.. Michael kam noch vorher zu John (John hat sich hier mit ein paar Freunden getroffen und wollte später mit denen in irgend nen Elektro Schuppen gehen). Wir haben hier was vorgetrunken und dann bin ich mit Michael nach Köln rein. Eigentlich wollten wir in das Ding und ich hatte mich auch voll drauf gefreut aber seine Freunde mit denen wir uns treffen wollten haben sich wohl umentschieden.. deshalb waren wir in nem Club wo echt nur scheiß Musik lief.. dafür hat der Caipi aber nur 3 Euro gekostet was alles wieder rausgerissen hat.. ich bin so süchtig nach dem Zeug
Jedenfalls war es wirklich super.. wir haben viel geredet getrunken und ich gebe zu ein wenig über seine Ex gelästert die eine etwas eigentümliche Kombination einer weißen Jeans mit Strasssteinchen und einem Totenkopf Top anhatte dazu hat sie dann echt getanzt.. sorry.. wie als ob "man sie dafür bezahlen würde".. ich weis ich weis, ich sollte nicht so gemein sein aber die Frau hat einfach voll den Knall und was die mit Michael damals abgezogen hat war einfach auch echt mies!

Naja so gegen 3 wollten wir dann weiter zu ner anderen Location.. aber als wir draußen standen wollten alle erstmal was essen gehen.. ich konnte nicht.. ich hatte riesen hunger.. der alkohol.. dann hatte ich fast nichts gegessen gestern.. mir war echt schon ziemlich schwummerig.. aber mit fremden Leuten zu Mc Blöd mir da Burger reinziehen.. das kann ich einfach nicht.. ich kann nicht sagen warum gerade das mir solche Angst macht aber es ist einfach unmöglich für mich..
Ich habe Michael gesagt das ich das nicht kann.. (er weis von meiner Es und so) er war auch ganz lieb und meinte ich solle nicht weinen.. ich habe mich so gehasst in dem Moment.. warum mach ich sowas? warum mach ich diesen tollen Abend so kaputt?! warum konnte ich nicht einfach vor den Leuten was essen.. alles wäre super gewesen! aber nein, ich steh da, hab Tränen in den Augen und gehe heim.. es tat mir so wahnsinnig leid.. ich hasse mich so.. ich muss mir immer jeden schönen Abend zerstören.. und nicht nur mir.. auch Michael habe ich bestimmt einiges an dem Abend versaut..
Ich bin dann zu Fuß heim.. ich glaube ich bin einfach 30-40 Minuten heulend durch die Nacht gelaufen und wollte einfach nur tot umfallen.. ich habe mich so gehasst in dem Moment.. ich hasse mich jetzt noch dafür! Jedes mal das selbe.. Als ich zu Hause war hab ich Michael noch ne lange Mail geschrieben.. ich weis ich brauche ihm sowas eigentlich nicht zu erklären, er nimmt mich so wie ich bin.. aber ich will ihn nicht immer so vor den Kopf knallen.. ich meine das hat er absolut nicht verdient verdammt!
Naja dummerweise war ich total betrunken und hab ständig irgendwas gedrückt das die mail wieder weg war und so..

deshalb hab ich mich auf ne kurze Nachricht beschränkt.. das es mir leid tut , das ich ihn wahnsinnig gern hab und ich mir wünsche irgendwann nichtmehr so viel mist zu bauen..

Es hätte alles so schön sein können!

Wenigstens kam John auch ziemlich bald als ich zu Hause war.. er hatte wohl den falschen Club ausgewählt, meinte das wäre die schlimmste Party der Welt gewesen und hat noch was mit seinem Freund playstation gespielt.. er war ziemlich lieb und ich war so froh dass er da war..

8.3.09 16:58


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